MeditationDer Focus liegt auf dem Augenblick, dem Sein - keine Zukunft, keine Vergangenheit, Bewußtsein pur. Tantra hat die gleiche Basis. Es gibt viele Methoden, die uns helfen können bewusster zu werden. Hat man den Dreh einmal raus, kann sie zu einem ständigen Begleiter werden. Osho hat viele neue Methoden entwickelt, die dem westlichen Menschen entgegenkommen, die sogenannten aktiven Meditationen. Die Tantriker haben andere geniale Praktiken entwickelt: Micromeditationen. So wie die Glühbirne sich durchgesetzt hat, ist heute auch Meditation zu einem universellen Begriff geworden. Die eine hilft uns, die äußere Welt zu erhellen, die andere die innere Welt. Meditation basiert auf einer ganz einfachen Einsicht: anstatt gegen die Dunkelheit zu kämpfen (was ohnehin unmöglich ist), schalten wir einfach das Licht an. Anstatt gegen uns selbst zu kämpfen, um den Vorstellung- en der Anderen zu genügen beginnen wir einfach uns so anzunehmen wie wir sind. Wir können keine größere Freiheit erfahren als zu sein wie wir wirklich sind - frei von Erwartungen und spontan leben mit wacher Bewusstheit, also ohne Ego. Nichts anderes sagt Tantra! Das Erstaunlichste an Meditation ist: wenn wir gelernt haben nach innen zu schauen und uns selbst zu lieben, sind wir erst in der Lage, unsere Liebe mit anderen zu teilen. Doch wir müssen bei uns selbst anfangen! Das Leben in unserer modernen Welt setzt uns wie nie zuvor unter Leistungsdruck, noch nie waren Menschen so "im Kopf" wie heute. Der wahnsinnige Input, dem wir täglich ausgeliefert sind, führt zeitweilig zu Chaos. Den meisten von uns wurde beigebracht, dass man sich anstrengen muss im Leben, wenn man es zu etwas bringen will, dass man sich voll und ganz auf ein Ziel konzentrieren muss. Das schafft aber Probleme, denn je angestrengter wir sind, desto angespannter sind wir, desto schlechter ist unsere Leistung. Eine meditative Einstellung zum Leben bedeutet, dass wir so bewusst wie möglich sind, um in jedem Augenblick unser Bestes zu geben - und natürlich auch von jedem Moment das Beste zu empfangen. Bewusst können wir aber nur dann sein, wenn wir entspannt sind. Ich vergleiche unser Hirn gerne mit einem Computer. Im Laufe der Zeit werden zig Programme aufgespielt, andere deinstalliert, unzählige Dateien hinzugefügt, verschoben und wieder gelöscht. Dabei verbleiben aber immer Reste in der Registry, die nach und nach unser System bremsen und durcheinander bringen. Plötzlich geht gar nichts mehr - der Computer hat sich "aufgehängt". Also: runter fahren und Neustart! Irgendwann hilft aber nur noch eins: alles runter schmeißen und neu installieren. Im Prinzip macht Meditation dasselbe, aber step by step. Der Verstand plappert ständig, sogar im Schlaf. Es geht deshalb vorrangig darum, die Aktivitäten des Kopfes, der Psyche und des Unterbewußtseins zu besänftigen und diesen kostbaren Biocomputer zu unserem Freund zu machen. Eine einzige Sekunde ohne Gedanken ist ein Quantensprung!
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