Religionen |die SchattenseitenPapst Benedikt XVI. - der moderne Großinquisitor. Bis zum 19. April 2005 war Joseph Ratzinger die rechte Hand seines Vorgängers Johannes Paul II., der ihn 1981 zum Präfekten der Glaubenskongregation gemacht hatte - zum modernen Inquisitor. Mit dem Titel und Funktion stand Ratzinger in direkter und sogar räumlicher Nachfolge zu den alten Inquisitoren, denn in den gleichen Räumen hatte sich bereits die "Heilige Inquisition" befunden. Mit der Wahl des neuen Papstes zeigt die Kirche, wo es zukünftig langgeht. Im ARD-Maganzin Kontraste (03.03.2005) äußerte sich Joseph Ratzinger zu seinem Titel moderner Großinquisitor - und siehe da: Ratzinger hatte mit dem Begriff gar kein Problem - er sah sich mit der Inquisition früherer Jahrhun- derte in einer kontinuierlichen Linie! Der einzige Unter- schied: heute bediene man sich anderer Methoden. Und dann kam die makabre Krönung: Ratziner wertete die Folterverhöre der Inquisitoren des Mittelalters als Fort- schritt, schließlich hätten "Untersuchungen" stattgefunden. Ratzinger wörtlich: "Großinquisitor ist eine historische Einordnung, irgendwo stehen wir in der Kontinuität. Aber wir versuchen heut' das, was nach damaligen Methoden - zum Teil kritisierbar - gemacht worden ist, jetzt aus unserem Rechtsbewusstsein zu machen. Aber man muss doch sagen, dass Inquisition ein Fortschritt war, dass nichts mehr verurteilt werden durfte ohne Inquisitio, das heißt, dass Untersuchungen statt finden mussten." Wahnsinn, oder?! Diese "Untersuchungen" waren mit grausamsten Folterungen verbunden und führten häufig zum Tod des Angeklagten, zumindest aber zu lebens- länglichen Verstümmelungen! Am Tag seiner Wahl zum Papst brachte das ZDF eine Sondersendung über das Leben des Josef Ratzinger. Hier erklärte Ratzinger zum Thema Inquisitionsprozesse: Bei Galilei habe man sich geirrt, die meisten anderen seien »Giftmischer und Zauberer«, also Kriminelle gewesen. Das muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen... Die katholische Inquisition hat ca. 10 Millionen Menschen das Leben gekostet, dazu kommt ein Vielfaches auf grausamste Art gefolterter Männer, Frauen und Kinder, die ein Leben lang verstümmelt blieben. Durch die Hexen- verfolgungen verloren weitere 2 Millionen Frauen in Europa das Leben, die Zahl der (Massen-)Vergewaltigungen und sklavenähnliche Haltung ist hierbei noch nicht einmal berücksichtigt. Hierbei hatten sich häufig perverse Geistliche besonders emsig hervorgetan, und darüber wurde sogar akribisch Buch geführt! Die (Fast-)Ausrottung der Indianer in Südamerika ist ein weiteres Beispiel dafür, wie mit der Segnung einer Religion ganze Völker abgeschlachtet wurden - auch hier "arbeiteten" Klerus und Säkularität perfekt Hand in Hand, die Beute waren Gold und neue Gläubige. Funktioniert hat das auch im Nazideutschland. Das Alte Testament (die Grundlage der monotheistischen Religionen Christentum, Judentum und Islam) trieft nur so vom Blut derer, die im Auftrag eines eifersüchtigen und grausamen Gottes niedergemetzelt oder versklaft wurden. Auch die hunderttausende ritueller Menschenopfer der Inkas und Mayas, bei denen die Priester selbst den Kindern bei lebendigem Leib das Herz aus der Brust gerissen hatten, sind weitere grausame Beispiele in dieser Reihe. Alles lange her? Aktuelle Zeitgeschichte: Nordirlandkonflikt (Katholiken gegen Evangelen). Jugoslawien (orthodoxe gegen katholische Christen und Moslems). Afghanistan (Taliban). Irak (Shchiiten gegen Sunniten). Pakistan, Indo- nesien, Sri Lanka (islamische Fundamentalisten). New York, der 11. September. Palästina, Pulverfass Israel etc. Überall unzählige Brandherde religiöser Fanatiker. Nachdem eine Zeit der Ruhe war (die 60er und 70er Jahre) wird´s wieder deutlich schlimmer. Religionen brauchen Feindbilder, sonst klappt´s nicht! Was sind das für Institutionen, die sämtliche Menschenrechte mit Füssen treten und deren Fundamente aus dem Blut von Millionen Menschen bestehen? Der Papst der katholischen Kirche steht hier nur stellvertretend für all diese agressiven und intoleranten Religionsführer, denen nichts wichtiger ist als ihre Position und Macht.
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