Neo-Tantra

Dieser Begriff wurde durch den indischen Mystiker OSHO (Baghwan Shree Rajneesh) geprägt, der ein Tantra für den modernen Menschen kreieren wollte: ein nicht-ritualisiertes, spontanes und poetisches Tantra. Dies kommt dem modernen Geist entgegen, der mit Ritualen, Askese und Disziplin nichts am Hut hat.

Das ursprüngliche Tantra, das auf dem Hinduismus mit seiner vielfältigen Götterwelt und Mystik sowie dem Buddhismus basiert, ist für den westlichen Menschen kaum erfassbar und er steht ihr ziemlich verständnislos gegenüber. Der abendländische Geist stößt auch deshalb an seine Grenzen, weil er dialektisch ist, während im Gegensatz dazu das asiatische Denken kosmisch und ganzheitlich ist.

Das Neo-Tantra könnte man, um in unserer Sprache zu bleiben, als Update für unsere heutige Zeit ansehen. Es ist verwoben mit unserer modernen Wissenschaft und Psychologie und hat (je nach Institut und Ausrichtung) vor allen Dingen therapeuthische Bedeutung. Und hier schlägt das Neo-Tantra den Bogen zur Sexualität, die global gesehen ziemlich krankhaft ist und in stark religiös geprägten Gebieten bis zur totalen Unterdrückung führte.

Frauen mussten am meisten unter den Religionen leiden: Verfolgung, Verstümmelung, Vergewaltigung und die Stellung der Frau als Eigentum des Mannes sind weltweit immer noch an der Tagesordnung. Viele Frauen schleppen oft das Leid ganzer Generationen in den Genen verwurzelt mit sich herum, von einer erfüllten und natürlichen Sexualität können viele nur träumen. Mehr Infos zu dieser wichtigen Thematik siehe Yoniversum.

Im Vamacara Tantra (das sog. linkshändige Tantra) dagegen wurde die Sexualität als sakraler Akt verstanden und in heiligen Ritualen praktiziert, während sie heute zum Menschen unwürdigen, pornographischen Sexkult verkommen ist, der nur ein pseudo-sexuelles Freiheitsgefühl erzeugt.

Wir versuchen in unserem Institut, Traditionelles mit Neuem zu verbinden – ein Mittelweg, der für viele Menschen gut erfahrbar ist. Für uns ist der tantrische Weg unbedingt auch ein sexueller Weg, denn gerade hier gibt es besonders viel Therapie Bedarf. Die Kriminalistik sagt, dass die meisten Gewaltverbrechen als Ursache ein sexuelles Problem haben!

Die Tantramassage

Es gibt in den alten Schriften weder eine Massage noch eine Tantramassage, sie ist vielmehr eine Bezeichnung, die Andro (der Gründer des ersten dt. Tantra Instituts) vor fast 30 Jahren seiner ganzheitlichen, erotischen Massage gegeben hat. Unter diesem Begriff wurde sie durch seine Schüler über die ganze Welt verbreitet und sie ist mittlerweile auch international zu einem Label geworden. Bei ihm haben wir unsere eigene Ausbildung gemacht.

Die Tantramassage ist ein qualitativ enorm hochwertiges Konzept, dessen Wurzeln zu Wilhelm Reich, Carl Gustav Jung, Carl Rogers, Alexander Lowen und Mantak Chia zurückreichen. Es bedarf einer fundierten Ausbildung, um die Tantramassage zu erlernen und professionel anzubieten. Was häufig im Rotlichtmilieu mit dieser Bezeichnung angeboten wird, hat damit nichts, aber auch gar nichts zu tun.

Was macht die Tantramassage „tantrisch“ und warum bieten wir sie an? Weil sie den Menschen als ganzheitliches Wesen ehrt: sie verbindet Körper, Geist und Seele – und dazu gehört auch unabdingbar die Sexualität. Nicht die profane, pornographische Sexualität, sondern die achtsame, liebevolle, heilende, energetisierende und kraftvolle Sexualität, fernab jeglicher Klischées und des Rotlichtmilieus.

Achtsamkeit und Hingabe, die Präsenz im Hier und Jetzt, das So-Sein: die Tantramassage spiegelt die Essenz des Tantra in jeder Facette wieder. Für einige unserer Gäste ist sie eine Tür, die sich einen Spalt breit für ein neues Empfinden geöffnet hat.

Wir bieten sie selbstverständlich auch deshalb an, weil wir viel Freude am Berühren haben und mittlerweile fast 20 Menschen in unserem Institut ihre Existenz damit sichern.