Neo-Tantra   Tantra im Zeitgeist

Seminare und Workshops, Spiritual Tantra Lounge

Tantra Seminare und Workshops, Spiritual Tantra Lounge

Der Begriff Neo-Tantra wurde durch den indischen Mystiker OSHO geprägt, der ein Tantra für den modernen Menschen kreieren wollte: ein nicht-ritualisiertes, spontanes und poetisches Tantra. Dies kommt dem modernen Geist entgegen, der mit Ritualen, Askese und Disziplin nichts am Hut hat.

Der Tantrismus, der sich irgendwann mit dem indischen Hinduismus mit seiner vielfältigen Götterwelt und Mystik und später auch mit dem tibetischen Buddhismus verbunden hat, ist für den westlichen Menschen kaum erfassbar und er steht ihr ziemlich verständnislos gegenüber. Der abendländische Geist stößt auch deshalb an seine Grenzen, weil er dialektisch ist, während im Gegensatz dazu das asiatische Denken kosmisch und ganzheitlich ist.

Das Neo-Tantra könnte man – um in unserer Sprache zu bleiben – als Update für unsere heutige Zeit ansehen und entwickelt sich stetig weiter. Tantra war nie ein starres Konzept, es hat sich immer den Gegebenheiten angepasst. Der moderne, westliche Mensch hat ein vollkommen anderes Umfeld und Anforderungen als die Menschen in Indien vor 1500 oder 3000 Jahren. Auch kulturell gibt es große Unterschiede zu unserer westlichen Denkweise und Lebensart, deshalb macht es keinen Sinn, etwas 1:1 zu übernehmen, das hier und heute nicht mehr passt.

Was damals wie heute gilt, ist Bewusstheit in unser Leben zu bringen und unsere Programmierung aufzubrechen. Selbsterkenntnis ist das Zauberwort! Es geht darum, mehr Glück und Zufriedenheit zu erreichen und ein Leben zu führen, das der genetischen Bestimmung des Menschen entspricht, um das volle Potenzial unseres Mensch-Seins auszuschöpfen.

Das Neo-Tantra ist verwoben mit unserer modernen Wissenschaft und Psychologie und hat (je nach Institut und Ausrichtung) vor allen Dingen therapeutische Bedeutung. Und hier schlägt das Neo-Tantra den Bogen zur Sexualität. Ein sexuell erfüllter Mensch ist ausgeglichen, glücklich und extrem friedlich. Wie das aber global und in der Realität aussieht, kannst du dir selber beantworten. In stark religiös geprägten Gebieten führte Sex sogar bis zur totalen Unterdrückung und moralischen Verdammung, der Mensch wurde gespalten und neurotisch.

Frauen mussten am meisten unter den Religionen bzw. dem Patriarchat leiden: Verfolgung, Verstümmelung, Vergewaltigung und die Stellung der Frau als Eigentum des Mannes sind in einigen Regionen dieses Planeten leider immer noch alltäglich. Viele Frauen schleppen das Leid ganzer Generationen in den Genen verwurzelt mit sich herum, von einer erfüllten und natürlichen Sexualität können viele nur träumen. Mehr Infos zu dieser wichtigen Thematik findest du auf unser Seite über das YoniVersum.


Das Neo-Tantra hat sich an die Erfordernisse des modern-westlichen Menschen angepasst, in dem es versucht, die neurotische Abspaltung des Menschen von der Natur, von seinem Körper und seiner Sinnlichkeit zu überwinden. Genau dieser Aspekt hat Tantra für immer mehr Menschen so interessant gemacht – und das ist auch nachvollziehbar.

Direkt anwendbare, neue Methoden und Rituale wie z.B. die Tantra-Massage, Lingam– und Yonimassage haben dort einen hohen Stellenwert und werden neuerdings sogar in der modernen Sexualtherapie eingesetzt. Dies ist auch eine Anpassung an die Erfordernisse des  stressgeplagten und unter chronischem Zeitdruck stehenden Abendländers, dem selten der zeitliche Raum für regelmäßige Energie- und Atemarbeit, Yoga, Meditation und Selbsterkenntnis zur Verfügung steht oder kein ernsthaftes Interesse daran hat.

Die fundierte spirituelle Kosmologie, die dem ursprünglichen Konzept im Tantrismus zugrunde liegt, spielt im Neo-Tantra deshalb keine oder nur eine untergeordnete Rolle.


„Die Sinne und die Sexualität sind im Tantrismus effektive Schlüssel-Instrumente zum Erkennen und Erfahren einer höheren Realität – sie sind die Fundamente der ursprünglichen Lehre. Das Neo-Tantra versucht, die krankhaft neurotische Abspaltung des Menschen von Körper und Eros zu überwinden. Aus diesem Grund hat die Sinnlichkeit im westlichen Tantra eine etwas höhere Gewichtung als im historischen Tantra und es ist verständlich, dass genau deshalb seine Popularität so groß ist.“


Tantra Seminare und Workshops.

Tantrische Events werden von Menschen mit ganz vielfältigen Motiven besucht. Einige möchten ihrer Sehnsucht nach achtsamen und liebevollen Berührungen folgen, manche würden gerne eine Massage erlernen, sich auf einen spirituellen Pfad begeben oder einfach nur eine schöne Zeit unter gleichgesinnten Menschen verbringen. Sehr oft kommen Menschen, die sich „im Umbruch“ befinden, sozusagen auf dem Weg einer Neuorientierung. Auch Selbsterkenntnis, Selbstfindung oder Heilung im spirituellen Sinne sind weitere Motive.

So unterschiedlich die Beweggründe auch sein mögen, allen scheint aber etwas gemeinsam zu sein: die Sehnsucht nach Wärme, Menschlichkeit und Verbundenheit. Und dass es da noch etwas anderes gibt als nur funktionieren zu müssen im täglichen Leben. Was sie hier gefunden haben, geht weit über die Zeit der Seminare hinaus. Oft sind es auch sehr emotionale und bewegende Eindrücke, die zu einer Art Wendepunkt in ihrem Leben geführt haben, wie wir aus vielen Feedbacks unserer Seminar-Teilnehmer wissen.


Die Tantramassage.

Es gibt im historischen Tantrismus natürlich keine Tantramassage – das ist eine Bezeichnung, die Andro (der Gründer des ersten deutschen Tantra Instituts, Diamond Lotus in Berlin) vor fast 30 Jahren seiner ganzheitlichen, erotischen Massage gegeben hat. Unter diesem Begriff wurde sie durch seine Schüler über die ganze Welt verbreitet und sie ist mittlerweile auch international zu einem Label geworden. Bei ihm haben wir (Dajana und Amano) die Ausbildung gemacht und nach unserer eigenen Philosophie modifiziert.

Die Tantramassage ist ein qualitativ enorm hochwertiges Konzept, dessen Wurzeln zu Wilhelm Reich, Carl Gustav Jung, Carl Rogers, Alexander Lowen und dem Taoisten Mantak Chia zurückreichen. Es bedarf einer fundierten Ausbildung, um die Tantramassage zu erlernen und professionell anzubieten. Was häufig im Rotlichtmilieu mit dieser Bezeichnung angeboten wird, hat damit nichts, aber auch gar nichts zu tun.

Was macht die Tantramassage „tantrisch“ und warum bieten wir sie an? Weil sie den Menschen als ganzheitliches Wesen ehrt: sie verbindet Körper, Geist und Seele – und dazu gehört auch unabdingbar die Sexualität. Nicht die profane, pornographische Sexualität, sondern die achtsame, liebevolle, heilende und energetisierende Sexualität, fernab jeglichen Klischées und des Rotlichtmilieus.

Achtsamkeit und Hingabe, die Präsenz im Hier und Jetzt, das So-Sein: die Tantramassage spiegelt die Essenz des Tantra in jeder Facette wieder. Für einige unserer Gäste ist sie eine Tür, die sich einen Spalt breit für ein neues Bewusstsein geöffnet hat.