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Amano

Amano

Beseelter Mensch, Autor, Rebell und Freigeist.

"Der yogische Weg der Disziplin, Askese, Entsagung und Anstrengung ist nicht mein Weg. Mein Weg ist Tantra – es ist der Weg der Akzeptanz und Hingabe an das Leben."

Der Name Amano geht auf das Sanskrit-Wort Amana zurück und bedeutet sinngemäß „No-Mind“ – jenseits des Verstandes. Der Begriff passt für mich sehr gut zu meinem Weg. Es geht jedoch nicht darum, den Verstand zu verlieren, zu bekämpfen oder abzuschaffen, sondern darum, sich nicht mehr vollständig mit ihm zu identifizieren.

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Mein Leben, zwei Etappen.

 

Seit über 60 Jahren bin ich nun in diesem Körper auf der Reise durch das Leben. Wenn ich ein kurzes Fazit ziehen sollte, dann würde ich sagen, dass sich meine Reise in zwei große Etappen gliedert: ein unbewusstes Leben vor und ein bewusstes Leben nach meinem „total break“. Was meine ich damit?

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Beruflich war ich lange Zeit in der Finanz- und Versicherungsbranche tätig. Unter anderem arbeitete ich als Motivations-Coach und brachte anderen Menschen bei, wie man zu einem willfährigen und funktionierenden Teil des Systems wird. So jedenfalls sehe ich das heute.

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Finanziell war ich erfolgreich, fuhr schnelle Autos und trug Maßanzüge. Mit anderen Worten: Ich hatte gelernt, gut im Sinne der Gesellschaft zu funktionieren. Aber ich als Mensch blieb dabei auf der Strecke. Irgendwann war ich völlig ausgebrannt, von Lebensfreude keine Spur. Die letzten beiden Jahre dieser Lebensphase konnte ich nur noch mit Schlaftabletten einigermaßen überstehen und Irgendwann wurde mir klar, dass es übel enden würde, wenn ich so weitermachte.

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Der totale Bruch

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Alles begann damit, dass aus heiterem Himmel ein Mann in mein Leben schneite, von dem ich vorher noch nie etwas gehört hatte und der maßgeblichen Einfluss auf mein weiteres Leben nehmen sollte. Dieser Mann war Osho, einer der bekanntesten spirituellen Lehrer der Neuzeit. Sein Wirken wurde zum Nährboden und zur Quelle für mein neues Bewusstsein.

 

Leider bin ich Osho nie begegnet, denn zu diesem Zeitpunkt hatte er seinen Körper bereits verlassen. Und doch hat er mich gefunden, eine Tür geöffnet und mir einen Weg gezeigt, den ich seitdem nicht mehr verlassen habe. Es ist der Weg der Freiheit, Meditation und Selbsterkenntnis. Kurz gesagt: Es ist die tantrische Vision.

 

Von dem Moment an, als ich das erste Buch von ihm in den Händen hielt, veränderte sich etwas in mir – und zwar unwiderruflich. Jedes Wort schlug wie ein Donnerknall in mein Hirn ein. Ich erkannte, in welchen Illusionen und Programmierungen ich gefangen war.

 

Ich war ein Gefangener sozusagen „im offenen Vollzug“. Die Wahrheit erzeugt immer eine Resonanz und diese Erkenntnis führte zwangsläufig zum nächsten Schritt, dem sogenannten „total break“. Ich brach mit meinem bisherigen Leben, mit meiner damaligen Frau, mit meinem Beruf und mit den meisten meiner Bekannten und Freunde. Von einem Moment auf den anderen war kein Stein mehr dort, wo er vorher gelegen hatte.

 

Ich sprang – ohne Sprungtuch oder Sicherheitsgurt. Ich verbannte alles aus meinem Leben, was mich unglücklich machte. Und plötzlich fühlte ich mich federleicht und FREI. Dieser freie Fall ins Bodenlose fühlte sich für mich wie ein Befreiungsschlag an. 

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​​​Dieser Schritt ist inzwischen mehr als 25 Jahre her. Zeitgleich legte ich meinen bürgerlichen Namen ab und nahm den neuen, spirituellen Namen an, denn der alte war belastet mit dieser Vorgeschichte. Ich habe mir diesen Namen nicht ausgesucht, er wurde mir vom Osho Meditation Resort in Poona (Indien) verliehen. Von nun an wollte ich das Buch meines Lebens selber schreiben - Seite für Seite. Alle Seiten dieses Buches waren leer und auf der ersten Seite stand in in Großbuchstaben der Name AMANO. Sonst nichts. Das war der Schlüssel zu einer neuen Identität, der erste Schritt auf dem Weg zu einem neuen Menschen.

 

Auf der Suche nach mir selbst

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​Ein ganzes Jahr nahm ich eine Auszeit von allem und machte mich auf den Weg der Selbsterkenntnis, wie man so schön sagt. Ich stieg tief in die Meditation ein, besuchte zahlreiche Seminare bei verschiedenen Lehrern und ging meinen Weg unaufhaltsam weiter.

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Dabei wurde mir immer klarer, dass ich den tantrischen Weg nicht mehr verlassen würde. Osho hat mir einen Weg gezeigt – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ich brauche jedoch weder einen Guru noch starre Konzepte. Ich muss auf meinen eigenen Füßen stehen und meine eigenen Erfahrungen machen. Denn nur das, was ich selbst erfahren habe, ist echtes Wissen.

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Wer mich inspiriert und zeitweise begleitet hat

 

Auf meinem Weg haben mich aus dem tantrischen Bereich mein erster Tantra-Lehrer Andro, Margo Anand, Barry Long, Advaita und Diane Richardson inspiriert. Darüber hinaus möchte ich Osho, Ken Wilber, Paul Lowe, Allan Lowen und Mantak Chia nennen – insbesondere im Zusammenhang mit Meditation, Bewusstseins- und Körperarbeit sowie Selbsterkenntnis.

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Ich sehe mich dabei nicht als Schüler einer bestimmten Lehre. Ich nehme auf, was mich berührt und in Resonanz bringt, prüfe es an meinen eigenen Erfahrungen und gehe meinen eigenen Weg.

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Meine Vision

 

Der yogische Weg der Disziplin, Unterdrückung, Entsagung und Anstrengung ist nicht mein Weg. Mein Weg ist Tantra. Für mich ist Tantra der Weg der Freiheit, Akzeptanz und Hingabe an das Leben.

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Alles, was sich leicht und natürlich anfühlt, erzeugt eine Resonanz. Dann spüre ich, dass ich im Fluss des Lebens bin. Geld und Status interessieren mich schon lange nicht mehr. Geld fasse ich nur noch an, wenn es sein muss. Ich habe heute eine sehr kritische Sicht auf Geld und seine Bedeutung in unserer Gesellschaft. Für mich trägt Geld eine negative Energie in sich, die Menschen in Abhängigkeit, Konkurrenz und gesellschaftliche Strukturen bindet. Geld ist ein wesentlicher Teil jener Matrix, in der wir nur funktionieren, anstatt wirklich zu leben.

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Alles, was ich brauche, habe ich.

Und um den Rest kümmert sich das Universum.

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